Operette

Samstag, 22. Januar 2011

C Millocker: Der Bettelstudent

Weiter Weg, aber für meine Lieblingsoperette! Keine Enttäuschung, aber auch nicht unvergeßlich. Gelockt hatte mich, daß Emmy Werner inszenierte. Einige Neuerungen, die aber nicht viel bringen: Die Comtessen wohnen in einem abgelebten Wiener? Hotel, in dem auch die Gefangenen gehalten werden. Sie wissen also, wer die Burschen sind. Frühe Emanzipation? Sonst Kleinigkeiten. Das abgelebte Hotel ist das einzige Bühnenbild (Rainer Sinell), was einige Szenen zu sehr einengt, auch erinnert es mich an Inszenierungen in Wien. Gespielt wird aber ganz ordentlich, beim Singen sticht vor allem Danien Prohaska als Symon heraus, die übrigen sind Durchschnitt. Vor allem Ollendorf (K Scheibmyaer) wünschte man etwas mehr Tiefe. Trotzdem ging ich nach einem Guiness ganz zufrieden in meine JH (gute 2 km).

Freitag, 12. Februar 2010

P Abraham: Die Blume von Hawaii (VO Wien)

Eine Story, deren Kitsch kaum gemildert werden kann (Prinzession Laya kehrt aus Paris zurück, wird zur Königin gekrönt und soll die Übernahme durch die Amerikaner so verhindern) wird auch durch den Regieeinfall einer Verfilmung nicht gemildert. Die Melodien sind mäßig, dafür zusammenhanglos mit der Handlung, dagegen hilft auch ein farbenfrohes Bühnenbild nicht. Ich mache Schluß mit den deutschen Operetten (Abraham, Lincke, Künnecke).

Freitag, 22. Januar 2010

LT Sbg: P Lincke: Frau Luna

Unser Landestheater versteht es immer noch nicht, Operetten aufzuführen. Die Handlung läßt sich auch kaum aktualisieren, wie zT versucht wird, der Scharm Berlins wird fast ganz fallen gelassen. Eine Berlinerin, die Witwe Pusebach (Dagmar Biener) reicht da nicht hin, die Atmosphäre zu schaffen. Gesungen wird höchst durchschnittlich, spielen kann man ja diesen Unfug kaum. Kaum gelingt es Werner Friedl als Haushofmeister Theophil, etwas Humor beizubringen. So gehen auch die bekannten Melodien wie 'Glühwürmchen, Berliner Luft und Schlösser, die ... mehr oder weniger unter.

Montag, 19. Oktober 2009

Operettts in VO Wien

3 gute, aber nicht überragende Tenöre (Sigwald, Montazeri und Markus) blödeln nach einem Konzept von Thomas Sigwald gemeinsam mit dem Pianisten Koch über Tenöre und Operatte. Ein manchmal amüsanter Querschnitt durch die Operette, wobei jeder eine Arie ernsthaft singen darf, was in dem Zusammenhang die Wirkung eher verliert, da nur die Klavierbegleitung zur Verfügung steht. Mäßig amüsante und erfreuliche 2 Stunden.

Dienstag, 15. September 2009

C Zeller: Der Vogelhändler in Volksoper

Wunderbare Melodien, gute Sänger, trotzdem enttäuschend: Vor allem das erste Bühnenbild, die Kostüme und die Führung vor allem der Chorsänger. Letztlich war dem Regisseur M Schilhan jeder Klamauk wichtiger als plausible Interpretation. Zwei beachtliche Tenöre, der korpulente Jörg Schneider als Stanislaus (als Siegfried in der O Strausoperette mir bekannt) und ein schlanker, glaubhaft tirolerisch parlierender D Prohaska als Adam. Besonders für die Rolle der Postchristl geeignet erwies sich A-N Bahrmann. Nur teilweise zufrieden konnte man mit der Kürfürstin der Birgid Steinberger sein. Man sollte vielleicht die Operette doch ernster nehmen!

Dienstag, 20. Januar 2009

O Straus: Die lustigen Nibelungen (Volksoper)

Wie schwer läßt sich Walzerseligkeit mit Ironie oder gar Kritik verbinden? Wenn ich an Offenbach oder O Straus denke: höchst mangelhaft. So bleiben auch diese „lustigen Nibelungen“ trotz einiger guter Einfälle, tritz eines gewissen historischen Interesses Stückwerk. Da hilft weder die aufwendige Ausstattung noch ein gewisses Engagement der Mitwirkenden. Zwar tauchen anmutige Melodien auf, es wird aber textlich schwer verständlich gesungen. Auch läßt die Besetzung an Qualität zu wünschen.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Zeller: Der Vogelhändler (LT Linz)

Wie kann man eine Operette nur so verhundsen? Unter Modernisieren versteht Dolores Schmidinger offenbar ins Milieu einer oberösterreichischen Maffia übertragen, ein Reporterteam erfinden, die Christl mit dem Rad auftreten lassen und mehr als billige Scherze verbreiten. Der Handlungsablauf wird auch durch die misslungenen Chorszenen vernichtet. Da retten auch die schönsten Liednummern nichts mehr, die vom blonden Tiroler Adam (Christian Zenker), der übergroß gewachsenen Christel (Gotho Griesmeier) oder der Fürstin (Susann Hagel) nur mäßig gesungen werden. Ich wartete auf das Lied der Fürstin /Als geblüht der Kirschenbaum), sonst wäre ich zur Pause gegangen.

Montag, 15. September 2008

Künneke Eduard: Der Vetter aus Dingsda

Operette in der Volksoper mit schönen Musikansätzen, mäßigen Sängern und bunter, kindischer Inszenierung. Das dumme Textbuch von Haller und Oliven können die paar gelungenen Musiknummern (armer Handwerksgesell, Mondlied) nicht wettmachen, noch dazu da die Stimmen von Rebecca Nelsen (Julia) und D Prohaska (Fremder) zu schwach sind. Die Regie von O Tambosi taumelt in den Kitsch hinein, wird ihn aber dadurch nicht los..

Freitag, 1. Februar 2008

Volksoper: Offenbach: Orpheus in der Unterwelt

Für mich eine Wiederbegegnung nach Jahrzehnten. Der Operette mangel sich außer der Aktualität der Melodienreichtum. Die meisten Nummern sind nur kurz angespielt. Obwohl Helmut Baumann gut durch Olymp und Unterwelt Regie führt, den Cancan kann man wohl nicht ohne Rückchen bringen. Die Akteure singen und spielen durchwegs engagiert und gut, vielleicht ist Erni Mangold als öffentliche Meinung zu leise, ganz anders Peter Matic als Styx, der das Arkadienlied sogar beachtlich singt. Es gibt ein Widersehen mit Helga Papouschek als Juno, Sebastian Reinthaller als Orpheus hat noch immer eine gute Stimme, ähnlich könnte man fortfahren.

Freitag, 11. Mai 2007

Gut Weill braucht Weil'...

... und Bert Brecht oder Ira Gershwin. In der Präkarität des französischen Exils hatte er nichts von alledem. Sein dort verfasster Kuhhandel, derzeit an der Wiener Volksoper, ist eine Operette der grausameren Sorte: inhaltlich so flach, der Text so schwach, dass es wehtut. Die Musik, die irgendwie ungeordnet, unzusammenhängend, unfertig wirkt - ein Eindruck, der sich durch Pountneys Inszenierung nur verstärkt - kann das Werk nicht retten. Schade um die Bemühungen des Orchesters und der SängerInnen. Nach dem gelungenen Einführungsabend letzten Mittwoch eine herbe Enttäuschung.

- Cordelia

Theatron Kritikós

Wer lispelt, wird Schauspieler. Wer hustet, geht ins Theater. (Alexandra Lauterbach)

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